Dienstag, 10. Juli 2018

Die Weichen Erfolgsfaktoren wirken immer. Denn "unbewusst" heißt nicht "unwirksam"

Die bekannte Eisberg-Analogie sendet klare Botschaften: Die Weichen Faktoren bestimmen das Unternehmensgeschehen, den Unternehmenserfolg inklusive. Aber sie sind als unbekannte Größen unterhalb der Wasseroberfläche kaum sichtbar und entziehen sich somit unserer Wahrnehmung. Sie erscheinen schwer greifbar, mithin überfordern sie die Manager. Die Folge: Die soft facts ruhen in der Zwischenablage des Unbewussten.

Ob wir es als Führungskraft wollen oder nicht: Unbewusst heißt nicht unwirksam! Das Ignorieren von weichen Einflussfaktoren auf den Erfolg, nur weil uns diese suspekt vorkommen, wäre die schlechteste aller Lösungen. Wer die soft facts dem Unbewussten – und deren Wirkung somit dem Zufall – überlässt, verzichtet auf wertvolle Steuerungsmöglichkeiten. Es sei denn, er hat einfach nur Glück, wenn die ungesteuerte Dynamik aus Werten, Einstellungen, Konflikten oder Gefühlen zufällig auch den Erfolg in seinem Verantwortungsbereich stärkt.

Führungserfolg auf Führungsleistung aufbauen, statt auf Zufall heißt, sich aktiv mit der Unternehmenskultur auseinander zu setzen. Food for brain findet sich dazu in der Roadmap zur Kulturveränderung. In der Kurzfassung S.63 - 73. Wer es genauer wissen und richtig im Thema arbeiten will, wird auf den folgenden S. 75ff. fündig.

Infos zur Roadmap: https://www.loquenz.de/buecher/kulturveraenderung-im-unternehmen/

Infos zum Buch: http://amzn.to/2HEF9MQ

Mittwoch, 9. Mai 2018

„Unbewusste Inkompetenz“ – welche Rolle spielt sie im Kulturwandel?


Das Thema Kulturwandel schafft es immer wieder in die Schlagzeilen, nicht zuletzt weil Top Manager die Misserfolgsfaktoren unterschätzen, die ihnen zu schaffen machen und sie zuweilen auch schlecht aussehen lassen.

 

In der Psychologie stellt die Stufe der unbewussten Inkompetenz die erste von vier Lernstufen dar.

Bei den Anforderungen des Kulturwandels zeigen viele Manager im doppeltem Sinn Kompetenzlücken. Zum verfügen sie über (un-)gesundes Halbwissen, wenn es um die Gestaltung der Unternehmenskultur geht. Zum anderen sind sie sich der Lücken in ihrer Wahrnehmung der Kultur erst gar nicht bewusst, d.h. sie wissen nicht, was sie nicht wissen.

 

Daraus entsteht für das Unternehmen eine gefährliche Situation. Sofern das Management auf der Stufe der unbewussten Inkompetenz verharrt, legt sich Kulturblindheit wie ein Schleier über alle Ebenen und Funktionsbereiche des  Unternehmens. Wenn die Situation eintritt, in der Wettwerber mit einer effektiveren Unternehmenskultur vorbeiziehen, passiert folgendes: Die Ursache für den Misserfolg wird nicht in der eigenen Inkompetenz gesucht, sondern bei anderen, bevorzugt bei den Mitarbeitern, den Kunden, bei den Kapitalgebern oder bei der Politik.

 

Was ist zu tun, um unbewusste Inkompetenz abzubauen, mit der Chance, das Kulturkonzept im gewinnbringend Unternehmen zu nutzen?

 

Sehen Sie das ausführliche Interview zum Kulturwandel als Erfolgsfaktor im Blog des DIM:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/kulturveraenderung-im-unternehmen-interview/

 

Eine tiefe Analyse von Kulturentwicklungsprozessen, wobei vor allem die Rolle der Führungskräfte beleuchtet wird, finden Sie im Buch zur Kulturveränderung:

 


 

und
http://www.vahlen.de/productview.aspx?product=17774368&medium=print

Donnerstag, 29. März 2018

Wie wird Unternehmenskultur sichtbar?

Auszug aus dem Interview mit dem DIM (Deutsches Institut für Marketing)


DIM:



Herr Eckrich,  Wie wird Unternehmenskultur sichtbar?


 
Die Frage trifft den Kern des Problems: Unternehmenskultur ist vom Wesen her schwer sichtbar und bleibt dem unbedarften Beobachter zunächst verborgen. Das Statement „Culture is like Gravity -

You dont' feel it unless you jump” macht deutlich, warum manche Manager die Unternehmenskultur sogar als Mysterium erleben: Kultur ist eine starke aber eben im Verborgenen wirkende Kraft.
 Wer als Manager die Kultur sichtbar machen will, geht am besten in drei Schritten vor:

Wichtig ist, die Kultur als impliziten Wirkungsmechanismus in jedweder Organisation anzuerkennen, auch wenn die meisten Organisationsmitglieder dafür keine Antennen haben. Wie bei der Raumtemperatur merkt man nichts davon, solange sie bei angenehmen 21 - 22° liegt. Die Wahrnehmung ändert sich jedoch, wenn die Temperatur unter 21° fällt oder über 22° steigt. Auf die Unternehmenskultur übertragen heißt dies: Man spürt die Kultur erst, wenn Mitarbeiter aneinander vorbei arbeiten, Konflikte entstehen, Kunden häufiger reklamieren oder Terminvorgaben gerissen werden.



Der zweite Schritt besteht darin, die Steuerungsgrößen der Unternehmenskultur zu identifizieren. Kultur kann als Zwiebel mit drei Schichten, bestehend aus Verhaltensweisen, Einstellungen und Werten dargestellt werden. In dieser Metapher steht die Schale als Sinnbild für das Verhalten. Die Schale befindet sich außen und ist deshalb gut sichtbar. Wenn wir die Zwiebel aufschneiden, entdecken wir Schicht für Schicht, dass sich unter der Oberfläche noch mehr verbirgt, z.B. die Einstellungen. Schließlich stoßen wir zum Kern der Sache, den Werten, vor. Einstellungen und Werte sind in der Tat mit bloßem Auge nicht erkennbar. Aber wir können uns – in Analogie zum Aufschneiden der Zwiebel – mit den tiefer liegenden Schichten gedanklich auseinandersetzen und damit greifbar machen.

Der dritte Schritt besteht schließlich aus der Arbeit mit den identifizierten Steuerungsgrößen der Kultur. Das Verhalten kann beispielsweise durch Beobachtung beschrieben werden. Einstellungen und Werte werden durch Befragungen oder Selbstreflektion erkennbar.



Sehen Sie das ausführliche Interview im Blog des DIM (02/2018):



Sonntag, 18. März 2018

Die weichen Faktoren des Unternehmenserfolgs


Blick ins Buch: Kulturveränderung im Unternehmen von Klaus Eckrich






 „Kulturveränderung im Unternehmen – Die verborgene Führungsdisziplin“ von Klaus Eckrich ist im Mai 2017 im Vahlen-Verlag erschienen. Wir haben für Sie einen Blick ins Buch geworfen.


Wer sich eingängig mit dem Thema Kulturveränderung oder Change auseinandersetzen möchte und ein lebendiges Buch sucht, sollte „Kulturveränderung im Unternehmen“ zurate ziehen. Eckrich verwendet aktuelle Beispiele, die Sie vermutlich auch in Ihren Erinnerungen wiederfinden (so zum Beispiel zum Stichwort Deutsche Bank 2012), und schafft so nicht nur Anschaulichkeit, sondern auch Bezug zwischen Leser und Buch.


Der Autor sieht das Buch „von der Idee her eher als Entscheidungshilfe und weniger als Ratgeber“ und widmet sich darin in sieben Teilen auf nahezu philosophische Art und Weise der Unternehmenskultur, deren Veränderung und dem Zusammenspiel mit dem Führungsbegriff.


Kulturveränderung im Unternhemen von Klaus Eckrich im Vahlen-VerlagAuf uns wirkt es eher wie ein Werk, das zum Nachdenken über die genannten Begriffe anregen soll, als wie eine direkte Entscheidungshilfe. Vielleicht ist auch genau das aber der Weg zur Entscheidung, die der Autor mit seinem Werk unterstützen will. Er verzichtet bewusst auf Checklisten und macht deutlich, dass sein Buch keine einfache, kurzfristige Lösungsschablone bietet und bieten soll.


„Kulturveränderung im Unternehmen“ liest sich zuweilen wie ein Kommentar und ist gelegentlich auch als solcher zu betrachten. Ein wissenschaftliches Werk ist es nicht, ist es doch mit einiger Meinung gespickt.


Kritik gilt in geringen Maße dem gewöhnungsbedürftigen blauen Druck und einer etwas schwierig gewählten Analogie: „die Sehenden fressen die Blinden“.


Blick ins Buch: Kulturveränderung im Unternehmen von Klaus Eckrich



Von Christiane Bernecker am 24. Januar 2018   /   Führung, Unternehmenskultur


Donnerstag, 8. März 2018

Ein Führungsbuch für Freunde des tiefen Tellers


Rezension „Führen in der Gesunden Organisation“/ Ingo Kallenbach

 
Systemisches Denken, Leistung und Gesundheit, Potenzialentfaltung. Mit diesen drei Begriffen eröffnet Kallenbach seine Ausführungen zu einem Thema, das im Managementalltag notorisch nachlässig gehandhabt wird. Die Begriffe begegnen einem in der einschlägigen Managementliteratur leider allzu oft als Schlagworte oder bloße Leerformeln. Nicht so im ersten Kapitel von Kallenbachs Führungsbuch: „Was muss ich wissen? - Grundlagen“. Der Autor definiert die Konzepte präzise und erklärt sie ausführlich. Sehr systematisch, aber ohne akademische Überforderung. Dem Leser wird Tiefgang vermittelt, verbunden mit leicht auf die Führungspraxis übertragbaren Anwendungen.


 

Dieser Stil durchzieht konsequent die folgenden Ausführungen. Die VUCA-Welt? Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity zählen zu den am häufigsten malträtierten Managementbegriffen auf der Hitliste der Nebelkerzen selbsternannter Management-Gurus. Der Autor erklärt dagegen die vier Begriffe systematisch und setzt sie mit den Symptomen der „Kränkelnden Organisation“ in Verbindung.

 

Die Überschrift „typische Symptome“ könnte als „beliebige Aufzählung“ missverstanden werden. Der Autor trifft jedoch mit seiner Auswahl beginnend mit den Mitarbeitern, den Beziehungen, der Unternehmenskultur, den Prozessen und Strukturen sowie der Strategie exakt die Schwächepunkte, wie man sie in jedem Unternehmen kennt. Auffällig ist, dass der Autor die Reihenfolge der Dimensionen ganz selbstverständlich bei den Mitarbeitern beginnt und die Interessen der Aktionäre („Strategie“) an den Schluss stellt.

 

Kallenbachs Modell der sechs Dimensionen bildet den Analyserahmen für die „Kranke Organisation“ (Abbildung 26), der in den folgenden Ausführungen als Denk- und Handlungsrahmen für die Gesunde Organisation (Abbildung 40) aufgegriffen und in wohltuender Konsequenz ausgearbeitet wird. Führungskräfte, die ihre Organisation im Sinne vom mehr Leistungsfähigkeit verändern und hierfür ernsthaft mit ihren Mitarbeitern arbeiten wollen, erhalten somit nicht nur einen stimmigen Handlungsrahmen, sondern auch ein Konzept, das ihren Führungsteams und Mitarbeitern gut vermittelbar ist.

 

Mit der Abbildung 75 zur Potentialentfaltung stellt der Autor das Managementdenken auf den Kopf – oder besser auf die Füße. Das Top Management ist ganz unten und stärkt aus diesem Verständnis heraus den darüber positionierten mittleren Managern und Mitarbeitern bei der Strategieverfolgung den Rücken – anstatt diese beiden Gruppen „von oben“ zu blocken (Abbildung 74).

 

Tiefgang zeichnen auch die konkreten Führungsansätze aus, die Kallenbach zur Stärkung der Gesunden Organisation vorschlägt. Die praktischen Vorgehensweisen wie z.B. „positiv Führen“ oder „vernetzt Führen“ werden zum einen mit Begriffserklärung, Praxisbeispiel und Einschätzung der Wirkung veranschaulicht. Darüber hinaus werden sie systematisch in den Kontext von „Individuum“, „Team“ und Organisation“ gestellt. Die Gefahr, dass dies den Leser ermüdet, entsteht nicht. Im Gegenteil: Mit seiner Passion für Stringenz macht der Autor gerade auch Praktiker immer wieder neugierig.

 

Nicht zuletzt machen die zahlreichen Abbildungen, die das Verständnis und die Wiedererkennung stärken, sowie die wissenschaftsnahe Fundierung das Werk zu einem verlässlichen Kompass die Führungskraft, die ausgetretene Pfade verlassen möchte.

 

Sonntag, 11. Februar 2018

Bedeutung der Unternehmenskultur für den Mittelstand



Auszug aus dem Interview mit dem DIM (Deutsches Institut für Marketing)


DIM: Herr Eckrich, warum ist eine Unternehmenskultur auch für mittelständische Unternehmen von Bedeutung?


Für mittelständische Unternehmen ergibt sich der steigende Stellenwert des Kulturkonzepts aus folgenden Überlegungen:


Das „Durchwurschteln“ stößt an seine Grenzen. Den Verantwortlichen wird klar, dass ein „Weiterwurschteln wie bisher“, wie es ein Produktionsleiter einmal treffend auf den Punkt brachte, zwingend durch eine leistungsfähige Führungskultur und eine effektive Kommunikationskultur zu ersetzen ist.


„Wachstumsschmerzen“ werden stärker: Die Geschäftsführung eines stark wachsenden Unternehmens stellt  fest, dass Spannungen, Missverständnisse und Konflikte zwischen Mitarbeitern verschiedener Bereiche vor allem an den Schnittstellen zunehmen und zu Wachstumsbremsen werden. Die steigende Notwendigkeit des Zusammenwirkens verlangt nach einer Kultur des Miteinander.


Führungskräfte werden zum Bottleneck für Veränderung: Den Chefs fehlt es an Wissen und am Handwerkszeug für den richtigen Umgang mit Menschen, in Verädnerungssituationen die nicht so wollen, wie die Chefs.


Um die Dynamik im Markt proaktiv anzugehen und die führende Position auszubauen, benötigen Marktführer dringend eine agile Veränderungskultur.



Sehen Sie das ausführliche Interview im Blog des DIM (02/2018):





Sonntag, 4. Februar 2018

Welchen Grad an Kulturblindheit kann sich die Autoindustrie leisten?


Montag, 29. Januar 2018

Bratzel zu Tierversuchen in den Tagesthemen: "Um die Glaubwürdigkeit der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie zurückzugewinnen braucht es einen Kulturwandel mit viel mehr Transparenz und Offenheit."

 


Automobil-Experte Stefan Bratzel über den möglichen Schaden für die Konzerne


Automobil-Experte Stefan Bratzel über den möglichen Schaden für die Konzerne

tagesschau.de

 

 

 

„Kulturblindheit“, das überhaupt nicht seltene Managerleiden, grassiert in der Automobilindustrie besonders stark.

 

Ein Lichtblick ?!?: Immerhin hat Volkswagen ein Vorstandsresort für Integrität geschaffen, das mit Online-Schulungen (!) über Verhaltensgrundsätze den Kulturwandel einleiten soll (Handelsblatt vom 11.09.2017, Nr. 175, S. 17). 

 

> Das setzt dem Ganzen die Krone auf, denn besser kann man Kulturblindheit nicht kultivieren.

>> Mehr zum Phänomen der Kulturblindheit, ihre Ursachen, ihre Folgen und wie man sie überwindet:

 

S. 51ff.: „Kulturveränderung im Unternehmen - die verborgene Führungsdisziplin“

 

Freitag, 2. Februar 2018

Die weichen Erfolgsfaktoren

Kulturveränderung im Unternehmen - Die verborgene Führungsdisziplin


Pressestimmen:




"(...) Dieses Buch holt Führungskräfte bei ihren Vorbehalten und Unsicherheiten ab, die sie beim Umgang mit dem Phänomen Unternehmenskultur zeigen. Es vermittelt leicht nachvollziehbar den Einsatz von Führungswerkzeugen zur proaktiven Gestaltung der Unternehmenskultur und beleuchtet die Voraussetzungen, die für einen erfolgreichen kulturellen Wandel im Unternehmen zu schaffen sind. Ergänzt durch den Erfahrungsbericht von Führungskräften werden fundierte Handlungsempfehlungen für nachhaltigen Erfolg im kulturellen Veränderungsprozess abgeleitet."
in: Wirtschaftszeitung 12/2017, zur 1. Auflage 2017





"(...) Er gibt Führungskräften Hilfestellung, ihr Unternehmen mit einem überzeugenden Kulturmanagement besser durch den sich wandelnden Markt zu führen. Er zeigt auf, wie sie die gelebte Kultur evaluieren und den angedachten Kulturanspruch definieren können. Und er erläutert, weshalb die Kulturgestaltung zum Tagesgeschäft der Führungskräfte gehören sollte.
Bewertung: Der Autor stellt Praxisbeispiele sowie eine Roadmap zur Kulturveränderung vor, die verschiedene Handlungsalternativen beinhaltet."
in: personalmagazin 11/2017, zur 1. Auflage 2017







"(...) Lesenswert sind seine Ausführungen über Vertrauenskultur. Es gelingt ihm, die Bedeutung der Kultur und vor allem den zeitlichen wie inhaltlichen Aufwand einer Kulturänderung aufzuzeigen."
Georg Giersberg, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.12.2017, zur 1. Auflage 2017
Links:
https://www.amazon.de/Kulturver%C3%A4nderung-Unternehmen-Die-verborgene-F%C3%BChrungsdisziplin/dp/3800654318/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1506792184&sr=8-1&keywords=Klaus+Eckrich


Ist Unternehmenskultur unveränderbar? Nein! Kulturwandel ist möglich – jedoch nicht mit den Händen in der Hosentasche ...

Es gibt ernstzunehmende Stimmen, die behaupten, dass die Unternehmenskultur unveränderbar sei. Schon Edgar Schein, Vorreiter auf dem Gebiet wies in den 80er Jahren darauf hin, dass Unternehmenskultur eine sehr stabile Größe ist. Aktuell übertreffen sich Wirtschaftsjournalisten in ihrer Skepsis, dass der dringend benötigte Kulturwandel in der deutschen Automobilindustrie und bei deutschen Banken wenig Aussicht auf Erfolg verspreche.
Wie denken Sie? Meiner festen Überzeugung nach können Manager Veränderung in der Kultur bewirken, wenn sie zwei Punkte ernst nehmen:

Die Voraussetzungen für Kulturwandel im Unternehmen müssen auf dem Prüfstand durchleuchtet werden. Die Manager müssen sich z.B. ein Bild davon machen, wie hoch der zu überwindenende Grad an Kulturblindheit im Unternehmen ist. Sie brauchen eine realistische Einschätzung, mit welchen Ablenkungsmanövern von Kollegen zu rechnen ist, die Kulturaktionismus mit nachhaltiger Führungsarbeit verwechseln.
Punkt zwei betrifft die kritische Prüfung der eigenen Haltung: Kulturgestaltung ist eine schöne Aufgabe, aber eben auch Arbeit. Dafür braucht es die richtige Einstellung, z.B. Konsequenz, sowie Werte, z.B. Disziplin. Wer glaubt, die Kultur „im Vorbeigehen“ mal eben zu ändern, wird nicht weit kommen.

 Wenn Entscheider diese beiden Bedingungen erfüllen, ist der Kulturwandel machbar. Das Problem ist nur, dass die meisten Manager glauben, mit kurzatmigen Aktionen und Sprüchen aus der Phrasendreschmaschine sei Kulturwandel quasi im Handumdrehen zu machen.

Von daher behalten doch die Skeptiker recht, oder?

Links zum Managementkonzept:
Kulturveränderung im Unternehmen - die verborgene Führungsdisziplin
















Freitag, 5. Januar 2018

Kulturwandel in Automobilunternehmen?

„Sehr gute Branchenergebnisse der deutschen Automobilindustrie. Aber die Party ist erst einmal vorbei. Erfolgreiche Transformation braucht einen Kulturwandel in den Unternehmen.“ 

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Die unmissverständliche Ansage zur Notwendigkeit des Kulturwandels in der Automotive-Industrie.

Zwei Fragen stellen sich angesichts des beobachtbaren Managementverhaltens:

(1) Wie hoch ist der Grad an Kulturblindheit in den (Top-)Managementriegen?

(2) Wie gut - oder besser - wie schlecht sind die Entscheider mit dem Konzept der Unternehmenskultur vertraut?

Bezüglich der Verantwortlichen in der Automobilundustrie bin ich maximal skeptisch. Die aktuell zu beobachtenden Verhaltensmuster ähneln zu sehr denen der Topmanager der vier großen Energieunternehmen Anfang der 2010er Jahre. 

Wer den zwei Fragen auf den Grund gehen möchte und nach eigenen Antworten sucht findet diese im Buchreport August 2017:

https://www.buchreport.de/2017/08/25/wie-unternehmenskultur-funktioniert-und-wie-man-sie-wandelt/ 

und

https://www.amazon.de/Kulturver%C3%A4nderung-Unternehmen-Die-verborgene-F%C3%BChrungsdisziplin/dp/3800654318/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1506792184&sr=8-1&keywords=Klaus+Eckrich

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